Infoblatt
Informationsblatt II / 2026
Termine:
25. Januar 2027 (Montag) | Beginn des nächsten Sachkundelehrganges
20. März 2027 (Samstag) | 35. Sächsische Holzschutztagung in Dresden
20. März 2027 (Samstag) | Mitgliederversammlung
Nachlese zur 34. Sächsischen Holzschutztagung am 21. März 2026 in Dresden:
„Herausforderungen des Holzschutzes in der Praxis“
Am 21. März 2026 trafen sich Holzschutz-Sachkundige und Sachverständige wieder in Dresden zur jährlichen Fachtagung. Das Hauptaugenmerk lag in diesem Jahr auf den Schwerpunkten:
- Schadensfälle unter der Lupe – aus dem Alltag des holzanatomischen Labors
(Prof. Björn Weiß; Institut für Holztechnologie Dresden) - Sicherheit von Holzkonstruktionen im Alltag
(Erhard Arnhold; Sachverständigenbüro Arnhold Weimar) - Invasive Ameisen – zunehmende Bedeutung auch im Holzschutz?
(Dr. Bernhard Seifert; Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz) - Das Potenzial räuberischer Buntkäfer im Holzschutz
(Christopher Baar; C. Gielisch GmbH, Büro Leipzig)
Die 34. Sächsische Holzschutztagung zeigte, wie breit gefächert heute der Holzschutz gesehen werden muss. Die Signifikanz der Planung, insbesondere des Brandschutzes, wird weiter zunehmen. Die Analyse von Schäden und daraus zu ziehende Schlussfolgerungen in Vorbeugung und Bekämpfung werden auch weiterhin ihre Bedeutung haben.
Foto „IHD – Vortragssaal, Tagungsraum“ © Harald Urban
Ehrenmitgliedschaft des Sächsischen Holzschutzverbandes für Norbert Nieke:
Am 23. März 1996 wurde in Chemnitz bei der damaligen Mitgliederversammlung Norbert Nieke zum Vorsitzenden des Sächsischen Holzschutzverbandes gewählt. Seit nunmehr 30 Jahren arbeitet er ehrenamtlich in dieser Funktion mit großem Engagement und Akribie in vorbildlicher Art und Weise.
Die jährlichen Fachtagungen, fachspezifische Exkursionen und Stammtische wurden und werden öffentlichkeitswirksam organisiert und durchgeführt. Der Beirat hat nach § 8 unserer Satzung Herrn Norbert Nieke aufgrund seiner Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
UBA-Studie „Biozider Holzschutz der Zukunft“ veröffentlicht:
Die Studie kann unter https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/herausforderung-biozider-holzschutz-der-zukunft eingesehen und als PDF-Datei kostenfrei heruntergeladen werden. Diese Studie ist ein Gemeinschaftswerk des Institutes für Holztechnologie Dresden (Kordula Jacobs, Dr. Wolfram Scheiding) und ATECTA GmbH & Co. KG, Sinzheim (Wendelin Hettler). Es wurde damit die Möglichkeit geschaffen, den Kenntnisstand und die Meinung zu Holzprodukten und zum Holzschutz zu verbessern. Bestandteil der Studie war auch eine Befragung von Unternehmen und Verbänden. Am 12. November wird diese Studie bei der diesjährigen Holzschutztagung der Deutschen Bauchemie in Leipzig vorgestellt.
Nachlese zum Stammtisch „Dachstuhl Schloss Hartenfels“ am 21. Mai 2026 in Torgau:
Am Ende der Tagesexkursion nach Torgau im Juni 2025 besuchten wir einen Dachstuhl des Schlosses Hartenfels in Torgau. Leider reichte die Zeit nicht, um die Holzkonstruktionen ausgiebig zu ergründen, da die Lenkzeiten des Busses uns zum Aufbruch zwangen. So entstand die Idee, diesen Dachstühlen einen Stammtisch zu widmen. Kay Arnswald nahm sich der Aufgabe an und organisierte den Besuch, unterstützt von Andreas Crasselt, der nicht nur im Schloss Hartenfels sondern auch im Rathaus tätig war.
So konnten die 17 Kolleginnen und Kollegen, die sich auf den Weg nach Torgau gemacht hatten, nicht nur verschiedene Dachbereiche des Schlosses besichtigen, sondern noch vorher die Dachstühle des Rathauses ansehen. Hier war besonders der Unterschied zwischen sanierten und noch unsanierten Bauabschnitten interessant. Bevor wir gemeinsam in den Ratskeller am schönen Torgauer Markt einkehrten, führte uns noch Andreas Schramm anhand des beeindruckenden Torwappens des Schlosses in die Welt der Heraldik. Alles in allem ein gelungener Nachmittag, der vor allem durch das Engagement mehrerer Mitglieder getragen wurde. Vielen Dank allen dafür!
Foto „Dachstuhl Schloss Hartenfels“ © Norbert Nieke
Nachlese zur Exkursion nach Ranis und Hummelshain am 6. Juni 2026:
Obwohl das Datum wohl für viele der Anlass für Familienfeiern war, nahmen 18 Mitglieder bzw. Angehörige an unserer Tagesexkursion teil. Auf dem Programm standen die Baustelle des Torhauses der Burg Ranis und das in der Regel nicht öffentlich zugängliche Schloss Hummelshain.

In Ranis begrüßte uns der leitende Architekt der Sanierung Heiko Pludra und führte uns nicht nur bis in den letzten Winkel des Torhauses, sondern auch tief in die lange und spannende Geschichte der Burg Ranis. Wir wünschen ihm bei seinem Vorhaben, seine diesbezüglichen umfangreichen Kenntnisse in einer Dissertation aufzubereiten, viel Erfolg.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus zum Bären in Oppurg (der wohl einzigen Gaststätte in der Gegend, die an diesem Tag keine Hochzeit zu bewirten hatte ...) ging es weiter zum Schloss Hummelshain, das nicht umsonst das „Neuschwanstein Thüringens“ genannt wird. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: Für Hummelshain steht wesentlich weniger Steuergeld zur Verfügung. Umso erstaunlicher ist es, mit welcher Beharrlichkeit der Förderverein Spenden einwirbt und die Sanierung vorantreibt. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Rainer Hohberg persönlich zeigte uns die wechselhafte Geschichte des Schlosses und die bereits erreichten Sanierungsergebnisse. Dabei störte es niemand, dass die Führung viel länger dauerte als vereinbart, denn wir waren dieses Jahr nicht mit dem Bus (und seinen begrenzten Lenkzeiten) unterwegs, sondern individuell (z. T. auch in Fahrgemeinschaften) angereist – wie sich zeigte: eine gute Lösung.
Zum Abschluss des Tages konnten wir den Schlossturm besteigen und bei herrlichem Wetter den Rundblick über Ostthüringen genießen. Vielen Dank an Holger Schmidt-Schuchardt von der Fa. Bennert, über dessen Kontakte es möglich war, diese beiden interessanten Objekte zu erleben.
Fotos „Torhaus Burg Ranis“ © Holger Schmidt-Schuchardt • „Schloss Hummelshain“ © Norbert Nieke
Nachlese zum Stammtisch „Dachkonstruktion Turnhalle“ am 27. Juli 2026 in Cunewalde:
Am 15. Februar 2023 wurde die Dachkonstruktion der Turnhalle der Wilhelm-von-Polenz-Oberschule in Cunewalde durch einen Brand zerstört. Die Firma Bennert aus Klettbach in Thüringen saniert gegenwärtig diese Dachkonstruktion, was zum größten Teil einem Neubau der Zollinger-ähnlichen Dachkonstruktion entspricht.
Durch die Vermittlung von Holger Schmidt-Schuchardt bekamen wir die Gelegenheit, diese nicht alltägliche Baustelle zu besuchen. So trafen sich am 27. Juli fünfzehn Teilnehmer des Sächsischen Holzschutzverbandes zu einem fachspezifischen Stammtisch in Cunewalde.
Viele Details, von der Ursache des Brandes, über den komplizierten Rückbau der nicht mehr tragfähigen Konstruktion, der Montage der neuen Elemente, bis hin zur termingerechten Fertigstellung wurden uns von Mike Detzner von der Firma Bennert erläutert. Im Schuljahr 2027/28 soll die Turnhalle wieder nutzbar sein.
Im Anschluss begaben sich die Teilnehmer zum Umgebindehauspark in Cunewalde. 19 Umgebindehäuser – die Zeugen der Bau- und Lebensgeschichte der Oberlausitz – wurden hier im Maßstab 1:5 nachgebaut.
Sie stehen auf einem Areal von 3870 m² in unmittelbarer Nähe zur Kirche Cunewalde, der größten Dorfkirche Deutschlands. Arnd Matthes von der Stiftung Umgebindehaus führte uns durch den Park und begeisterte durch seine tiefgründigen Erläuterungen zu den einzelnen Bauten.
Nicht alle Häuser, die als Modell zu besichtigen sind, konnten im Original erhalten werden. Aber 6500 Umgebindehäuser sind im Freistaat Sachsen als Kulturdenkmal erfasst und dürften somit auch zukünftig von der Baukunst ehemaliger Handwerker zeugen. Zum Abschluss konnten wir den Stammtisch in der Erntekranzbaude Oppach Revue passieren lassen. Wir bedanken uns für die Organisation und Durchführung bei Holger Schmidt-Schuchardt und Mike Detzner von der Firma Bennert sowie bei Arnd Matthes von Stiftung Umgebindehaus.
Foto „Dachkonstruktion der Turnhalle der Wilhelm-von-Polenz-Oberschule / Umgebindehauspark“ © Harald Urban
Nächster Sachkundelehrgang im Januar/ Februar 2027:
Der nächste Lehrgang zur Sachkunde für Holzschutz am Bau wird vom 25. Januar bis zum 5. Februar 2027 als Vollzeitkurs in Dresden durchgeführt. Die Lehrveranstaltungen finden jeweils Montag bis Samstag statt. Die Prüfung wird am 20. Februar 2027 durchgeführt.
Informationen/ Anmeldung:
Sächsischer Holzschutzverband e.V.
Zellescher Weg 24, 01217 Dresden
Tel. 0351 4662492 · Fax 0351 4662479
E-Mail: info@holzschutz-sachsen.de
Internet: www.sachkunde-holzschutz.de
Neue Mitglieder im Verband:
- Jennifer Grimm (Mitgl.-Nr. 0 579 26)
- Wilfried Sitte (Mitgl.-Nr. 0 580 26)
- Maria Teichmann (Mitgl.-Nr. 0 581 26)
- Steffi Flade (Mitgl.-Nr. 0 582 26)
- Robert Ott (Mitgl.-Nr. 0 583 26)
- Dachdecker & Zimmerer Stolpen GmbH (Mitgl.-Nr. F 029 26)
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen viel Erfolg in der Arbeit bei bester Gesundheit!
Ungültigkeit von Mitgliedsnummern:
Der Stempel mit folgender Mitgliedsnummer ist ab sofort nicht mehr gültig:
0 542 19
Die interessante Internetseite:
Die Handwerkskammer Leipzig bietet für alle Interessenten einen Newsletter an. Anmelden kann man sich dazu auf www.hwk-leipzig.de.
Herausgeber:
Sächsischer Holzschutzverband e.V.
Dresden 2026
Redaktion: Harald Urban, Vorstand und Beirat, Vorsitzender N. Nieke
Auflage: 230, kostenlos für Verbandsmitglieder und als PDF unter: www.holzschutz-sachsen.de
Zellescher Weg 24, 01217 Dresden
Tel.: 0351 4662492 · Fax: 0351 4662479
info@holzschutz-sachsen.de
www.holzschutz-sachsen.de
Redaktionsschluss: 11.09.2026

